Neue Schule für Ghana

6. April 2019

Mädchen und Jungen aus Wolfenhausen sammeln seit Jahren die Kollekte im Kindergottesdienst und spenden jetzt für einen Neubau. 2 / 2

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Wer helfen möchte, meldet sich bei Pfarrerin Bettina Bender im Pfarrhaus in Wolfenhausen, Bornbachstraße 43, oder unter Telefon 06475-525.
Die Mädchen und Jungen spielen schon auf der Baustelle, aber sie können es kaum erwarten, in der neuen Schule unterrichtet zu werden.

Doch was wäre ein Besuch von der Pfarrerin, wenn sie nicht Geschenke dabei hätte. Und Hilfe kommt nicht nur aus Wolfehanusen, denn auch Katharina Mählmann, die in Gießen studiert hatte und mittlerweile Lehrerin inBraunschweig ist, engagiert sich weiterhin für das Projekt, an dem sie als Studentin gearbeitet hatte. Auch sie ruft weiterhin zu Spendenaktionen auf, damit die Kinder in Adenta eine Chance auf eine Zukunft haben. So hatte Bettina Bender auch Geld im Gepäck, beziehungsweise auf dem Konto, das Katharina Mählmann gesammelt hatte. Es war so viel, dass die Helfer vor Ort sofort Material für ein Dach der Schule kaufen konnten. „Und Katharina hat mich gebeten, das Geld aus der Kinderkollekte dafür zu verwenden, um den Lehrern einen Lohn zu bezahlen“, berichtet Bettina Bender. Nun hoffen alle, dass sie am Ende des Jahres in das neue Gebäude umziehen können. „Die Kinder kommen aus armen Verhältnissen“, erzählt Bettina Bender. „Ihre Eltern können sich das Schulgeld für eine staatliche Schule nicht leisten.“

Die Idee war anfangs, dass die Mädchen und Jungen in der Schule „Children of God“ hauptsächlich Grundkenntnisse im Lesen, Schreiben, Rechnen und in Englisch erlangen. Mittlerweile können sie dort sogar einen staatlich anerkannten Schulabschluss machen. Die Anzahl der Schüler ist auf 60 bis 80 angewachsen. Es sind Kinder ab drei Jahren bis zur sechsten Klasse. Für so viele Kinder sind natürlich auch mehr Lehrer nötig, momentan sind es schon sechs.

Deshalb ist sich Bettina Bender sicher: „Jeder Euro hilft. Denn jede Spende ermöglicht Kindern den Zugang zu Bildung. Und Bildung stellt die Weichen für eine bessere Zukunft und ein besseres Leben.“ Und ihr ist es wichtig, dass die Kinder von der Straße wegkommen.

Die Pfarrerin weiß, dass jeder Cent zu einhundert Prozent ankommt. Oft bringt sie das Geld persönlich an Ort und Stelle. Den nächsten Besuch plant Bettina Bender schon für das kommende Jahr. Sie sammelt auch wieder fleißig Geld, Brillen und Fußbälle, damit sie auch das nächste Mal wieder ihre beiden riesigen Koffer prall füllen kann.

Last modified: 7. April 2019

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